CDU-Fraktion Ulm

Erhalt aller Fahrspuren vor dem Bahnhof

Pressemitteilung vom 19.2.2025

Die CDU/UfA-Fraktion zeigt sich verwundert über den gemeinsamen Antrag von SPD, kjt, Grünen und FDP, der die Streichung einer Fahrspur auf der Friedrich-Ebert-Straße vor dem Hauptbahnhof vorsieht.

Angesichts der bevorstehenden Großbaustellen, darunter die Adenauerbrücke, der Umbau des Blaubeurer Tors, die Gänstorbrücke und die Sanierung der Fußgängerzone, sendet dieser Antrag ein falsches Signal an alle, die mit dem Auto aus dem Umland nach Ulm kommen wollen und wird eine weitere künstliche Engstelle in der Ulmer Innenstadt schaffen.

„Die kurze Zeit seit der Fertigstellung des Bahnhofsplatzes lässt noch keine qualifizierte Einschätzung der Verkehrsflüsse zu“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Thomas Kienle.  „Die Auswirkungen können erst nach Abschluss aller relevanten Baumaßnahmen bewertet werden.“

Mögliche negative Auswirkungen lassen sich am Beispiel der Münchner Straße sehen, wo sich Autos bis in die Kreuzung am Willy-Brand-Platz hinein zurückstauen, anstatt sich wie früher auf 2 Spuren für die folgende Engstelle an der Gänstorbrücke aufreihen zu können. Die Fraktion warnt davor, ohne Not immer weitere Baustellen in der Stadt aufzutun.

Auf dem Radweg vor dem Bahnhof sei keinerlei Überlastung festzustellen. Die Fraktion bewertet den Antrag daher als Versuch zur weiteren Verdrängung des Autoverkehrs, der aber an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei geht, die darauf angewiesen sind.

Gleichwohl sieht die CDU/UfA-Fraktion in der aktuellen verkehrlichen Situation vor dem Bahnhof Probleme, die insbesondere Radfahrer betreffen. Fußgänger, die queren wollen und an den Ampeln auf Grün warten, tun dies oft unbeabsichtigt auf dem Radweg, aufgrund einer unzureichenden optischen Abhebung. Zudem benutzten PKWs unberechtigt den Radstreifen zum Halten. Zur Verbesserung der Situation schlägt die Fraktion daher vor, den Radstreifen farblich zu kennzeichnen, wie es von Anfang an besser gewesen wäre. Zudem schlägt sie vor, eine nachträgliche Abgrenzung zur Fahrbahn vorzunehmen, um das Halten von Fahrzeugen auf dem Radstreifen zu unterbinden und die Radfahrer besser zu schützen.