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03.08.2018, 16:53 Uhr

Eilantrag Abbruch Gebäude Bahnhofplatz 7

Eilantrag der CDU- Fraktion vom 03.08.2018


Der Antrag im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Czisch,

durch die Sperrung einer Fahrspur in der Friedrich-Ebert-Straße am vergangenen Montag sind chaotische Zustände eingetreten, die auch zu erwarten waren und auch heute immer wieder auftreten.
Die betroffenen Verkehrsteilnehmer standen in nicht ausweichbaren Verkehrsschlangen und das Deutschhaus Parkhaus war in Zufahrt wie auch in der Ausfahrt blockiert.
Für viele Bürger ist es vollkommen unverständlich wie ein Investor ein in sehr gutem Zustand befindliches und voll funktionsfähiges Gebäude abbricht.
Dass man sich auf eine Abbruchmethode wie man sie eventuell auf der grünen Wiese vornehmen kann entscheidet, ist an diesem zentralen Platz vollkommen unakzeptabel.
An diesem sensiblen hochfreqentierten Platz wäre eine segmentweise Demontage des Gebäudes in Großelementbauteilen die richtige Lösung gewesen.
Segmentweises, staubfreies Zerlegen und Trennen der Gebäudeteile hätte eine Änderung der Fahrspuren überhaupt nicht notwendig gemacht.
Allerdings wären dem Investor etwas höhere Demontagekosten entstanden.
Bei der Folgeabschätzung und Betrachtung der Umweltbelastungen, Abgase, Energiverbrauch und die ganz erheblichen Wartezeiten der Verkehrsteilnehmer, wäre man eindeutig zu dem Ergebnis gekommen, dass die segmentweise Demontage des Gebäudes erhebliche Vorteile gehabt hätte. Jetzt aber hat der Ulmer Bürger, die auswärtigen Besucher von Ulm und die in Ulm startenden und ankommenden Reisenden die erheblichen Belastungen zu tragen.
Lassen Sie nach den unerträglichen Erkenntnissen die Abbrucharbeiten sofort einstellen und veranlassen Sie, dass der Investor das Gebäude in transportable Großelemente zerlegt, diese abfährt und an anderer Stelle zertrümmert.
Dass die Bauteile, wo sich zigtausend Menschen bewegen, vor Ort zertrümmert werden, ist aus Gründen des Lärmschutzes und der Reinhaltung der Luft vollkommen unverantwortlich, denn trotz Wasserbesprühung entsteht eine erhebliche Feinstaubbelastung.

Im Namen der CDU-Fraktion
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Thomas Kienle, Dr. Hans-Walter Roth, Siegfried Keppler