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14.05.2019, 13:09 Uhr

Startschuss für Planungen der Landesgartenschau


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 der Startschuss für die Landesgartenschau ist also gefallen. Der Bauausschuss hat zum ersten Mal nach der Vergabe über das Thema beraten und die Ulmer Bürgerinnen und Bürger wurden in einer ersten Öffentlichkeitsveranstaltung im Stadthaus informiert. Doch nun gilt es, die Pläne weiterzudenken und nicht alle bisherigen Erkenntnisse zu verwerfen. Während wir in jeder unserer Fraktionssitzungen das Thema Landesgartenschau auf der Tagesordnung haben, fehlte in der Ausschusssitzung von den anderen Fraktionen leider jede Inspiration. Ein Gremium externer Experten solle aufzeigen, was in Ulm möglich sei - so die vorherrschende Meinung.

Haben wir selber denn nicht die besten Vorstellungen unserer Stadt? Die Gartenschau bietet die einmalige Chance für größere Veränderungen: Was geschieht mit der B10, die sich wie eine Schneise durch die Stadt zieht? Dies ist sicher der kritischste Punkt in der Umsetzung, aber sich nicht auch hier Verbesserungen möglich? Wie wecken wir die Wilhelmsburg endlich aus ihrem Dornröschenschlaf und binden sie erlebbar in das Stadtgebiet ein?

Entscheidend für das Gelingen ist eine klare Roadmap bis zum Jahr 2030. Theoretisch besteht die Möglichkeit bis 2024 einen Rückzieher zu machen – dies ist für uns keine Option. Daher reicht es aber auch nicht, sich erst Mitte des nächsten Jahrzehnts mit der Umsetzung zu beschäftigen.

Marode Verkehrsinfrastruktur (Wallstraßenbrücke, Adenauerbrücke, …) muss deutlich früher saniert werden. Die Planungen sind in das Gesamtvorhaben miteinzubeziehen und auftretende Konflikte zu berücksichtigen. Daher fordern wir auch, dass klar benannt wird, auf welchen Flächen die Landesgartenschau stattfinden wird. Wir schlagen vor, den Blaupark und die Blauinsel mit einzubeziehen. Hierfür war in der Vergangenheit bereits einmal eine eigenständige Gartenschau angedacht. Ebenso gehört für uns als Donaustadt selbstverständlich das Donauufer mit einbezogen.

Der Idee einer Seilbahn hoch zur Wilhelmsburg oder sogar noch weiter zum Botanischen Garten stehen wir offen gegenüber, wir finden sie charmant. Doch muss geprüft werden, was dies kostet und wie diese zu realisieren sei. Wir alle wissen, wie lange sich Planungen und Bauvorhaben mittlerweile hinziehen. Daher heißt es jetzt in die Vollen zu gehen. Unser Bestreben ist, den Prozess schneller anzutreiben und freuen uns hierbei über Ihre Unterstützung.