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21.03.2019, 15:50 Uhr

Bildung neu denken und Bildungsforum reaktivieren

Antrag vom 21.03.2019


Der Antrag im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Czisch,
 
schon seit dem Jahr 2000 hat sich die Stadt Ulm auf den Weg gemacht, das Thema Bildung ganzheitlicher zu sehen und vom Kindergarten bis zur weiterführenden Schule verschiedenste Aspekte zu berücksichtigen. Dr. Ulrich Bürger vom KVJS (Kommunalverband für Jugend und Soziales BW) hat in der letzten Gemeinderatssitzung noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass der Anteil der jüngeren Menschen an der Gesamtbevölkerung zurückgeht während der der älteren weiter steigt. Umso wichtiger wird es sein, alles zu tun, damit junge Menschen gut auf ihr Leben vorbereitet werden. Da sich die Umstände, unter denen Kinder und Jugendliche heranwachsen, in den letzten 10 Jahren verändert haben, beantragen wir, unter Einbeziehung der Eltern, Schüler und Lehrkräfte sowie Vertreter der zahlreichen an Bildungsprozessen beteiligten Institutionen, eine Bestandsaufnahme zu machen, welches die drängendsten Herausforderungen in Bezug auf die Bildung und das Aufwachsen unserer Kinder sind und welche Maßnahmen in den nächsten Jahren ergriffen werden sollten.  Ideenwerkstätten bieten die Möglichkeit Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen einzubeziehen und könnten die Basis für eine solche Bestandsaufnahme sein, aber natürlich sollten auch bestehende Gremien genutzt werden.  Insbesondere das Bildungsforum, das länger nicht getagt hat, scheint uns geeignet, in ähnlicher Form wie bei der Sportentwicklungsplanung in Arbeitsgruppen verschiedene Themen aufzugreifen und zu diskutieren.
 
Mit der im Jahr 2010 gegründeten "Bildungsregion Ulm" und dem Bildungsbüro für die Stadt Ulm als Geschäftsstelle für die Bildungsregion gibt es auch schon Strukturen, wo man ein solches Projekt ansiedeln und die Entwicklung von Zielen und Handlungsempfehlungen verankern kann.
 
Wir gehen davon aus, dass sich konkrete Themenfelder zeigen werden, bei denen es sinnvoll sein kann, dass Schulen und die Stadt sowie weitere Partner gemeinsam aktiv werden. Beispielhaft nennen wir die Ganztagsbetreuung, die Unterstützung von Familien, die Berufsorientierung, die Digitalisierung der Schulen und die Medienkompetenz, ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen gerade auch im Hinblick auf Mobbing und damit verbunden die Entwicklung von sozialen Kompetenzen. Auch die Jugendbeteiligung und Demokratiebildung könnten ebenso wie die Bildung für nachhaltige Entwicklung, also die Förderung des Bewusstseins für eine nachhaltige Umwelt und Gesellschaft ein Schwerpunkt sein. In vielen dieser Bereiche gibt es schon Aktivitäten, doch ist es aus unserer Sicht jetzt der richtige Zeitpunkt diese gemeinsam mit den entsprechenden Partnern insbesondere auch Schülern, Eltern und Lehrern weiterzuentwickeln. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen
im Namen der gesamten CDU Fraktion