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26.01.2024, 10:04 Uhr

Wilhelmsburg als Wohnraum für Geflüchtete

Antrag vom 26.01.2024

 

Der Antrag im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Czisch,
 
neben dem Ulmer Münster ist die Wilhelmsburg eines der bedeutsamsten Gebäude aus der langen Geschichte unserer Stadt. Einst zur Friedenssicherung an der Grenze zum Feindesland erbaut verteidigt sie auch heute noch als eine der größten europäischen Festungen die Landesgrenze. Noch ist es gar nicht so lange her, dass sie auch durch mein Engagement gegen einen bescheidenen Kaufpreis in den Besitz der Stadt überging.
 
Meinen Gedanken, die Wilhelmsburg ganz oder teilweise für ein Technikmuseum zu nutzen habe ich auf Grund mangelnder Rückendeckung aus dem Gemeinderat fallen lassen müssen, auch mein Antrag sie als Erinnerung an Albert Einstein herzurichten scheiterte. Ideen sie als Theater oder Restaurant zu nutzen scheinen eher die Mehrheit zu finden.
 
Wer die Geschichte der Wilhelmsburg kennt, weiß, dass man sie nach dem
letzten Krieg lange Jahre als Wohnraum für Ausgebombte, Flüchtlinge und Heimatvertriebenen diente. Über 3000 Menschen fanden dort eine erste Heimat in Ulm.
 
Große Teile der Festungsanlage sind noch ungenutzt. Daher ist es mein Vorschlag zu prüfen, ob nicht die Wilhelmsburg, wenn man sie nun nicht mehr
mir als Museum bietet, für Kriegsflüchtlinge nutzbar ist. Die Infrastruktur ist vorhanden, eine weitere Renovierung kostet weniger als Neubauten, das
Ambiente ist menschenwürdiger als eine Turnhalle oder Blechcontainer.
 
Mein Antrag wäre also zu prüfen ob nicht Teile der Wilhelmsburg als Wohnraum für Geflüchtete genutzt werden können.

Mit freundlichen Grüßen
Im Namen der CDU/UfA-Fraktion

Dr. Hans-Walter Roth